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Karate

Was ist Karate?

Karate ist eine Kampfkunst, die zur Selbstverteidigung entwickelt wurde und bei der Arme, Beine und Körper trainiert werden. Karate-do ist eine Kampfkunst, die den Charakter durch Training entwickelt, so dass der Sportler lernt, physische und psychische Hindernisse zu überwinden. Im Training werden Kraft und Dynamik, Beweglichkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen entwickelt. Aus pädagogischer Sicht ist Karate ein hervorragendes Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung körperlicher wie auch geistiger Art.

Praktisch angewendet wird sie nur im Notfall und auch dann nur zur Selbstverteidigung.

KARA
je nachdem wie es geschrieben wird hat es zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits kann man es mit “chinesisch” übersetzen, andererseits mit “leer”.

TE
bedeutet “Hand”

KARATE
bedeutet also “chinesische Hand” oder “leere Hand”, je nach Art der verwendeten Schriftzeichen

DO
kann mit “Weg” oder “Grundsatz” übersetzt werden. Das bedeutet, dass nicht das Ergebnis das wichtigste einer Tätigkeit ist, sondern der Weg, welcher dazu führt. Das heisst, dass nicht die perfekte Beherrschung der Technik das oberste Ziel ist, sondern die Entwicklung der Persönlichkeit und die Vervollkommnung des Charakters.

Training

Im Karate werden Abwehr-, Schlag- und Wurftechniken bis zur Präzision trainiert. Die Kunst im Karate ist das Erlernen und Kontrollieren des eigenen Körpers. Man erkennt und erweitert die eigenen Grenzen, sowohl physisch als auch psychisch. Karate kann zudem auch als Lifetime-Sport bis ins hohe Alter betrieben werden.

Bei entsprechendem Training kann man erwarten, dass sich eine gewisse Fitness und Körperbeherrschung einstellt, welche einem auch in anderen Sportarten zugute kommt. Weiter kann man erwarten, dass mit dem Karate die Konzentrationsfähigkeit gesteigert wird und dass sich allmählich eine gewisse Beweglichkeit und Wachheit des Geistes entwickelt.

Ursprünglich wurde im Karate nur Kata, eine Art Scheinkampf gegen mehrere Gegner, trainiert. In den 1930er Jahren entwickelte Prof. Funakoshi einen Aufbau des Trainings, welcher heute in allen Stilrichtungen gebräuchlich ist. Er unterteilt das Training in Grundschule, Kata und Kumite.

 

Grundschule

In der Grundschule werden die verschiedenen Techniken (Schläge und Fusstritte) grundschulmässig erlernt. Eine exakte Ausführung ist Voraussetzung für die Beherrschung von Kumite und Kata. Sie beinhaltet auch die richtige Stellung des Körpers, den richtigen Einsatz der Hüften, richtige Atmung zur Entspannung der Bauchmuskulatur und dient zudem auch als Konzentrationsübung.

Kata

Kata sind die formellen Uebungen im Karate. Sie sind eine feste logische Folge von aneinandergereihten Abwehr- und Schlagtechniken sowie Fauststössen und Trittechniken gegen einen imaginären Gegner. Sie dienen einerseits der Körperentwicklung und der Kräftigung der Muskeln und andererseits der Entwicklung schneller Reflexe. Obwohl die Katas einfach aussehen, erfordern sie totale Konzentration und Krafteinsatz. Total gibt es 26 Shotokan Katas!

Kumite

Kumite sind die Kampfübungen. Hier werden die Techniken, welche in Grundschule und Kata erlernt wurden praktisch angewendet. Es gibt dabei verschiedene Stufen, von der einfachen Partnerübung mit genau festgelegtem Ablauf, bis hin zum Freikampf.

Im Shotokan Karate Club Vaduz wird das traditionelle Karate unterrichtet! Ob man Karate als Fitnesstraining, als Mittel zur Selbstverteidigung oder mit dem Ziel an Wettkämpfen teilzunehmen betreibt, spielt keine Rolle. Mit unserem Training sind all diese Zielsetzungen möglich.

Kampfsport

Weltweit wird Karate in der Kategorie Kata (Kampf gegen imaginären Gegner) und Kumite (Freikampf) als Wettkampfsportart betrieben. Voraussetzung für die Teilnahme an nationalen Turnieren in der Schweiz ist der 6. Kyu Grad (Grüngurt), d.h. ca. 1 ½Jahre regelmässiges Training.

Gürtelfarbe

Im Karate werden die Stufen nach Gürtelfarben unterteilt. Dies dient vor allem der Standortbestimmung und Einteilung der einzelnen Karatekas.
Je dunkler der Gurt, desto länger die Karatepraxis – d.h. der Anfänger startet mit weiss, dann gelb, orange, grün, blau, violett, braun, schwarz

Die Farbgürtel nennen wir Kyu-Grade, die Schwarzgürtel sind Dan-Gradierungen.
Der 1. Dan (Schwarzgurt) ist der erste Meistergrad im Karate – auch hier gibt es weitere Stufen (bis max. 10. Dan).

Für Kinder

Kindertraining hat bei uns lange Tradition. Dieses ist kindgerecht gestaltet und der Entwicklung des Kindes angepasst.

Was kann Karate einem Kind vermitteln?

Karate kann den Kindern helfen, Aggressionen abzubauen. Viele Kinder können den Druck, dem sie in der Schule und der Familie ausgesetzt sind, nicht angemessen abbauen. Die Folge ist manchmal übertrieben aggressiv erscheinendes und auffälliges Verhalten. Durch ein entsprechendes Training können wir den Kindern Gelegenheit bieten, sich auszutoben, den Druck abzubauen und so ihr inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Mit dem Partnertraining können wir Verhaltensweisen entwickeln und verstärken. Als erstes lernen die Kinder, Rücksicht aufeinander zu nehmen, da im Shotokan Karate die Treffwirkung und damit die bewusste Verletzung verboten ist. Sie lernen, ihre Technik und ihre Aggressionen zu beherrschen. Karate leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsbildung. Karate ist ein Sport, der den ganzen Körper entwickelt und so Haltungsschäden vorbeugen kann. Das Kind erlebt in unserem Sport seinen Körper ganz intensiv, in Ruhe und Bewegung, in Spannung und Entspannung.